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Fußfehlstellungen

Fußfehlstellungen sind Veränderungen der natürlichen Fußform, die meistens im Laufe des Lebens erworben sein können. 97 – 98 Prozent der Babys kommen mit gesunden, wunderschönen Füßen zur Welt.

Fußfehlstellungen betreffen die Statik und Funktion des Fußes und können – müssen aber nicht – zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Da der Fuß die Basis unseres gesamten Bewegungsapparates bildet, haben Fehlstellungen oft Auswirkungen auf Knie, Hüfte und Rücken.

Zu den häufigsten Fußfehlstellungen gehören:

Spreizfuß

Bei einem Spreizfuß ist das Vorfuß-Quergewölbe abgeflacht (durchgetreten); dadurch ist der Vorfuß verbreitert.

Knickfuß

Knickfüße fallen durch die Ferse auf, die nicht mehr senkrecht steht, sondern Richtung Körpermitte abknickt (dabei werden die Schuhinnenränder mehr abgelaufen als außen).

Senk-, Plattfuß

Beim Senkfuß ist das Längsgewölbe auf der Innenseite des Fußes abgeflacht. Die Steigerung des Senkfußes ist der Plattfuß: bei ihm liegen alle Knochen, die sonst die Gewölbe bilden, am Boden. Der Fuß ist dann in der Mitte stark verbreitert.

Hallux Valgus

Der Hallux Valgus, ist die Schiefstellung der Großzehe, die sich nach außen gezogen wird. Gleichzeitig tritt das Grundgelenk der Großzehe deutlich hervor, was häufig mit Druckstellen und Schmerzen einhergeht – insbesondere beim Tragen enger Schuhe.

Hammer- und Krallenzehen

Auch Hammer- oder Krallenzehen gehören zu den verbreiteten Deformitäten und entstehen oft im Zusammenhang mit einem Spreizfuß oder durch ungeeignetes Schuhwerk.

Die Ursachen:

Für Fußfehlstellungen sind diese vielfältig. Neben genetischen Faktoren spielen noch andere Einflüsse eine wichtige Rolle. Die wichtigsten sind:

  • Ständiges Gehen und Stehen auf ebenen Böden (deaktiviert die Fußmuskeln)
  • Ungeeignete Schuhe, hohe Absätze, zu kleine Schuhe etc.  
  • Übergewicht
  • Schwere Grunderkrankungen wie Rheuma, Diabetes etc.  

Nicht jede Fußfehlstellung verursacht automatisch Beschwerden. Viele Menschen leben lange Zeit beschwerdefrei, obwohl eine strukturelle Veränderung vorliegt. Probleme entstehen häufig erst dann, wenn die Belastung nicht mehr optimal verteilt wird oder zusätzliche Faktoren wie Überlastung hinzukommen.

Typische Beschwerden sind:

  • Schmerzen im Fuß,
  • schnelle Ermüdung beim Gehen,
  • Druckstellen oder auch
  • Folgebeschwerden in anderen Körperregionen.

Die Behandlung:

Diese richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlstellung und den vorhandenen Beschwerden. Zu den konservativen Maßnahmen gehören Kräftigung der Fußmuskulatur, das Training der Fußgewölbe sowie die Verbesserung der Beweglichkeit. Auch geeignetes Schuhwerk spielt eine zentrale Rolle. Individuell angepasste Einlagen können helfen, die Belastung besser zu verteilen und Beschwerden zu lindern. Diese Einlagen können mit Shapes kombiniert werden, wodurch eine gezielte Aktivierung der Fußmuskulatur erfolgt. In fortgeschrittenen Fällen oder bei starken Schmerzen kann auch ein operativer Eingriff in Betracht gezogen werden.

Fazit:

Zusammenfassend sind Fußfehlstellungen ein häufiges und vielschichtiges Thema, das sowohl strukturelle als auch funktionelle Aspekte umfasst. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der eigenen Fußgesundheit kann helfen, Beschwerden vorzubeugen und die Mobilität langfristig zu erhalten.

Hier noch ein Beispiel aus meiner Praxis:

Eine Patientin kam postoperativ. Die Zehen 2 -4 waren mit Drähten versteift worden, da sie aufgrund eines immensen Spreizfußes extrem starke Schmerzen beim Gehen hatte. Die Patientin hatte eine sehr dicke Hornhautplatte unter ihrem Vorfuß. Jahrelang hatte zur Behandlung lediglich orthopädische Einlagen getragen, die das Problem nicht lösen konnten.

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